Unser
Landgasthof und die dazugehörige
Pension in der Genthiner-Straße
haben eine interessante Geschichte, welche bis in das 18. Jahrhundert
zurückreicht....
Der Landgastasthof liegt direkt
an der heutigen B1 und wird durch den Schulplatz und die Steinstraße
begrenzt.
Das Gebäude ist eines der ältesten Häuser in der
Genthiner Straße und der Gemeinde. Auf dem Gehöft an
der Ecke Genthiner Straße/Steinstraße befand sich
ursprünglich ein Brauhaus. Hier wurde zwischen 1750 und
1780 Bier gebraut. Der Brunnen der Alten Brauerei erinnert noch
heute
an diese Zeit.
Um 1780 entstand dann erstmals
eine Schankwirtschaft mit Herbergs- charakter. Erster Besitzer
der Schankwirtschaft war Karl Schnake.
Er verkaufte die Schankwirtschaft an die Großeltern von
Minna und Ferdinand Polähne.
Aus der Schankwirtschaft entwickelte sich dann der "Gasthof
von Ferdinand Polähne" mit einem Saal an der damaligen
Reichsstraße. Die Gaststätte wird während dieser
Zeit zum Stammlokal des Kriegsvereins.
Der
4. September 1827 war für Parchen und für die Bewohner der Steinstraße
ein Schreckenstag. Ein großer Brand brach um 6.30 Uhr in einer
verschlossenen Scheune im Gehöft des "Alten Kruges"
aus. Das Feuer vernichtete die naheliegende Kirche mit Turm, das
Pfarrhaus und die Predigerwitwenwohnung. Polähnes Gasthof,
das Schulgebäude und weitere 29 Gehöfte in der Steinstraße
fielen ebenfalls den Flammen zum Opfer. 40 Familien konnten ihr
Leben retteten, mussten aber die eingebrachte Ernte und ihr Hab
und Gut den Flammen überlassen.
Am 28. Dezember 1908 erfolgte in der Gaststätte Polähne
die Gründung des des Feuerlösch verbandes.
Auch Fremdenzimmer standen für Durchreisende, Handwerksgesellen,
Autofahrer und Obdachlose zur Übernachtung bereit. Die Obdachlosen
mussten noch um 1890 am Zolleinnehmerhaus (Genthiner Straße)
Einlaßgeld für das Betreten des Ortes entrichten.
Der Bürgermeister gestattete durch eine Genehmigung den Aufenthalt
in Polähnes Gasthof.
Von 1950 bis
1981 waren Ruth (geb. Polähne)
und Gerhard Mennicke Besitzer der Gaststätte. Auf dem Gelände
des Gasthofes befand sich eine Radfahrerhilfsstation, eine Aus-
und Umspannstation für Pferde und von 1950 bis 1975 eine Hengstdeckstation.
Vereins- und Bauernbälle wurden bis in die frühen Morgenstunden
im Saal gefeiert.
Die Konsumgenossenschaft war vom 1958 bis 1976
im Saal mit Textilien und Lebensmitteln untergebracht.
Die Familie Mennicke
verkaufte 1981 die Gaststätte.
Neue Besitzer wurden Gerald und Bärbel Deinert. Die Familie
zog in das Häuschen der Steinstraße. Erste Umbauarbeiten
in der Gaststätte wurden 1981 durchgeführt und weitere
von Februar bis April 1991. Der Hof des Landgashofes wurde als
Biergarten
hergerichtet.
Das Gehöft des Brauhauses und der Bäckerei (Eckhaus)
wurde 1989 gekauft und abgetragen. An dieser Stelle entstanden
neue Garagen.
Im Jahre 1994 wurden
die Garagen zu einer Pension umgebaut. Der Ausbau der Hofeinfahrt
zum „Kleinen Saal“ erfolgte
von Dezember 1999 bis April 2000. Der Saal bietet nun Platz für
ca. 60 Personen und ist für Feiern aller Art geeignet.
Heute bieten
wir Ihnen in der Gaststätte gepflegte
Speisen und Getränke, Feiern aller Art, einen Partyservice,
warme und kalte Speisen außer Haus, Essen aus der Feldküche
bis zu 500 Personen, Zimmervermietung und einen angenehmen Aufenthalt
bei schönem Sonnenschein im Biergarten an.

Unser Landgasthof heute |